Winterzelten stand im Bezirksprogramm….

… das ist doch eher was für die Jugend dachte ich und „verplante“ mich für a „normale“ Skitour.

Wie es aber nun mal so ist im Leben kommt alles anders als man denkt ;-)

Es war an einem Samstag an dem das Wetter nicht besser sein konnte für so ein Vorhaben. Mit gepacktem Rucksack, Schlafsack, Thermarestmatte und warme Socken inklusive traf ich am Treffpunkt auf Florian, der, zu meinem Erstaunen, am Rucksack Schneeschuhe fest gezurrt hatte.

Susi, Klaus und Raphi machten die Gruppe erst mal Komplett. Das Trainsjoch sollte unser Ziel sein welches wir bei angenehmen Tempo und bestem Wetter erreichten. Wie gut, dass Klaus so a richtige Wolke auf seinem Rücken trug… als ob der ABS schon ausgelöst hatte… ;-)… nur viel, viel schwerer.

Angekommen wurde der Schlafplatz markiert, eingeebnet, festgetreten und …. die schon mal vorhandenen zwei Zelte aufgebaut. Robert und sein „Damenzelt“ fehlten jedoch noch also galt es die Zeit zu überbrücken.

Ein Sonnenuntergang am Gipfel sollte es für Susi sein. Da wir aber noch reichlich Zeit und super Pulverschnee hatten fuhren wir erst zur „Last Hütte“ ab um dann eine Sonnenuntergang Punktlandung zu setzen. Hut ab vor Florian, der ja als einziger alles mit Schneeschuhen ging.

Klaus buddelte in der Zwischenzeit im Schnee und baute unter Hilfenahme seiner Eissäge eine mannshohe Schneehöhle die uns einen windgeschützten und „warmen“ Gemeinschaftsraum bot. Die Zeit verging wie im Flug mit Teewasser kochen und nach und nach Schnee für diverse gefriergetrocknetes Trockenfutter zu schmelzen.

Je später der Abend… unser letzte Mann fand uns dann auch noch in der Schneehöhle, die Vollmondnacht erleichterte den letzten Zeltaufbau und wir Mädels hatten nun auch unseren Schlafplatz sicher… Große Erleichterung bei Susi und mir. Danke Robert.

Die Nacht empfand jeder a bisserl anders und mein gefrorenes Frühstücksbrot ließ erahnen, wie kalt Susis und meine erste Winterzeltnacht letztendlich war. Der tolle Sonnenaufgang entlohnte für so manches in der Nacht.

Nach dem Frühstück (mein Brot taute auf dem Wasserkocher wieder auf, Danke Florian für den Tipp…) durfte ich mit Klaus noch mal schnell im Pulverschnee zur „Last Hütte“ abfahren um beim Aufstieg die Füße wieder warm zu bekommen. Ein Dank an den Rest der Truppe die zwischenzeitlich den Zeltabbau übernahm.

Mit nicht ganz leichtem Gepäck meisterten alle die Abfahrt und ein Frühschoppen bei Weißwurst und Brez’n rundete die durchwegs gelungene Winterzeltaktion ab.

Ich freue mich schon aufs nächste Mal und werde dann aber meine Thermarestmatte auf beiden Seiten aufblasen ;-)

Eine lange "Kurzfassung" einer wunderschönen Tour, mit tollen Erfahrungen, Eindrücken und jeder Menge Spaß. Bezirkstouren, immer eine Reise wert.

Alex: Dir gute Besserung und nächstes Mal bist dann hoffentlich auch dabei

Berg frei
Anschi Brück OG Giesing

B.01191 Winterzelt’n   (19. - 20.01.2019)

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